PlagAware und Turnitin im direkten Vergleich für Studierende
Zwei bekannte Systeme und wofür sie sich im Studium eignen
Zwei Systeme mit unterschiedlicher Herkunft
PlagAware und Turnitin gehören zu den bekanntesten Namen, wenn es um die Prüfung von Texten auf Plagiate geht. Beide verfolgen dasselbe Ziel, stammen aber aus unterschiedlichen Welten. PlagAware ist im deutschsprachigen Raum verwurzelt, Turnitin hat seine Wurzeln im internationalen, vor allem englischsprachigen Hochschulbetrieb.
Diese Herkunft prägt vieles: von der Sprache der Oberfläche über die abgedeckten Quellen bis hin zur Art, wie Ergebnisse dargestellt werden. Wer PlagAware und Turnitin vergleicht, sollte deshalb nicht nur auf die reine Technik schauen, sondern auch darauf, für welchen Kontext ein Werkzeug gemacht wurde.
Für Studierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieser Unterschied wichtig. Ein Programm, das viele deutschsprachige Quellen kennt, findet Übereinstimmungen, die ein international ausgerichtetes System womöglich übersieht, und umgekehrt.
Wie die Software Texte abgleicht
Im Grundprinzip arbeiten beide Systeme ähnlich. Sie zerlegen Ihren Text in kleine Abschnitte und vergleichen diese mit einer riesigen Menge an Dokumenten. Findet die Software genügend Übereinstimmung, markiert sie die Passage und ordnet ihr eine mögliche Quelle zu.
Unterschiede zeigen sich im Detail. PlagAware und Turnitin gewichten Treffer verschieden, gehen unterschiedlich mit umgestellten Sätzen um und erkennen Paraphrasen mal besser, mal schlechter. Keine Software erkennt jede geschickte Umformulierung, deshalb bleibt Ihr eigenes Urteil beim Lesen des Berichts unverzichtbar.
Beide Programme liefern am Ende eine Ähnlichkeitsquote. Diese Zahl ist bei beiden Systemen nur ein Ausgangspunkt und darf nie als fertiges Urteil missverstanden werden. Entscheidend ist immer, welche Stellen aus welchem Grund markiert wurden.
Datenbasis und Quellenumfang im Vergleich
Der größte praktische Unterschied liegt in den Datenbanken. Turnitin greift stark auf ein Archiv eingereichter studentischer Arbeiten und auf umfangreiche englischsprachige Fachliteratur zu. Das macht es an vielen internationalen Hochschulen zum Standard.
PlagAware setzt seinen Schwerpunkt auf das offene Web und den deutschsprachigen Raum. Beim Vergleich von PlagAware und Turnitin zeigt sich hier oft der entscheidende Punkt: Welche Quellen für Ihre Arbeit relevant sind, hängt von Ihrem Thema und Ihrer Sprache ab.
Für eine deutschsprachige Bachelorarbeit oder Masterarbeit kann eine breite Abdeckung deutscher Webseiten wertvoller sein als ein großes englisches Archiv. Wer international publiziert, profitiert dagegen von den umfangreichen englischsprachigen Beständen. Prüfen Sie deshalb vorab, in welcher Sprache die wichtigsten Quellen Ihres Fachgebiets überhaupt erschienen sind.
Zielgruppe und Zugang im Alltag
Turnitin ist typischerweise ein institutionelles Werkzeug. Es wird von Hochschulen eingekauft und Studierende reichen ihre Arbeiten meist über eine Lernplattform ein. Ein eigener, unabhängiger Zugang ist für Einzelpersonen oft gar nicht ohne Weiteres möglich.
PlagAware und ähnliche Anbieter richten sich stärker auch an Einzelpersonen. Sie können Ihren Text selbst hochladen und vorab prüfen, bevor die Hochschule ihn sieht. Diese Unabhängigkeit ist der Grund, warum viele Studierende eine solche Prüfung vor der Abgabe nutzen.
Wenn Sie PlagAware und Turnitin gegeneinander abwägen, spielt dieser Zugang eine große Rolle. Für die eigene Kontrolle vor der Abgabe brauchen Sie ein Werkzeug, das Sie selbstständig und ohne Umweg über die Hochschule bedienen können.
Wie sich die Berichte unterscheiden
Beide Systeme liefern einen farbig markierten Bericht mit Quellenliste. Turnitin bündelt die Auswertung in seinem bekannten Ähnlichkeitsindex, der eng in den akademischen Ablauf eingebunden ist. Die Darstellung ist auf die Bewertung durch Lehrende ausgelegt.
Berichte aus dem deutschsprachigen Umfeld sind häufig darauf ausgerichtet, dass Sie selbst nachbessern. Beim Vergleich von PlagAware und Turnitin fällt auf, dass die eine Seite eher die Prüfenden bedient, während die andere Sie beim eigenen Überarbeiten unterstützen möchte.
Für Ihre Zwecke zählt vor allem, wie verständlich der Bericht ist. Ein guter Bericht zeigt klar, welche Passage zu welcher Quelle passt, damit Sie gezielt korrigieren können, statt lange zu raten. Je übersichtlicher diese Zuordnung ausfällt, desto schneller kommen Sie mit der eigentlichen Überarbeitung voran.
Welche Prüfung für Ihre Abschlussarbeit sinnvoll ist
Am Ende zählt der Zweck. Möchten Sie vor der Abgabe selbst kontrollieren, ob alle Quellen sauber belegt sind, brauchen Sie ein Werkzeug, das Sie unabhängig nutzen können und das deutschsprachige Quellen gut abdeckt. Genau hier spielt eine eigenständige Plagiatsprüfung ihre Stärke aus.
Ob Ihre Hochschule intern PlagAware und Turnitin oder ein anderes System einsetzt, liegt außerhalb Ihres Einflusses. Sie können aber selbst dafür sorgen, dass Ihre Arbeit sauber ist, bevor sie geprüft wird. Eine vorherige Kontrolle ist bereits ab 2,90 Euro möglich und nimmt viel Unsicherheit.
Denken Sie außerdem daran, dass kein Werkzeug Ihre inhaltliche Sorgfalt ersetzt. Auch das beste System findet nur, was in seiner Datenbank steht, und bewertet nicht, ob ein Beleg inhaltlich sinnvoll gesetzt ist. Die eigentliche Aufgabe, ehrlich und nachvollziehbar zu schreiben, bleibt am Ende immer bei Ihnen selbst.
Fazit: kein einfaches Entweder oder
PlagAware und Turnitin sind keine Gegner, sondern Werkzeuge mit verschiedenen Schwerpunkten. Turnitin punktet im internationalen akademischen Betrieb, deutschsprachige Systeme überzeugen bei der eigenständigen Kontrolle vor der Abgabe und bei deutschen Quellen.
Für Sie als Studierende zählt weniger, welcher Name auf der Software steht, als dass Ihre Arbeit ehrlich und sauber belegt ist. Wer PlagAware und Turnitin richtig einordnet, wählt bewusst das Werkzeug, das zur eigenen Situation passt, und geht mit gutem Gefühl in die Abgabe.
Wenn Sie ohnehin unsicher sind, welches System Ihre Hochschule nutzt, ist eine unabhängige Vorabprüfung der pragmatischste Weg. Sie schafft Klarheit, ganz gleich, ob am Ende PlagAware und Turnitin oder ein anderes Programm über Ihre Arbeit läuft, und macht Sie unabhängig von Details, die Sie kaum beeinflussen können.
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Häufige Fragen zu PlagAware und Turnitin
Was ist der Hauptunterschied zwischen PlagAware und Turnitin?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Ausrichtung. PlagAware ist im deutschsprachigen Raum verwurzelt und deckt das offene Web breit ab, während Turnitin stark auf ein internationales Archiv studentischer Arbeiten und englische Fachliteratur setzt. PlagAware und Turnitin passen daher zu unterschiedlichen Kontexten.
Kann ich Turnitin als Studierender selbst nutzen?
Meist nicht ohne Weiteres. Turnitin ist ein institutionelles System, das Hochschulen einkaufen und über ihre Lernplattform bereitstellen. Für eine unabhängige Prüfung vor der Abgabe eignen sich Anbieter, bei denen Sie Ihren Text selbst hochladen können.
Welches System ist für eine deutschsprachige Arbeit besser?
Für eine deutschsprachige Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist eine breite Abdeckung deutscher Quellen oft wertvoller als ein großes englisches Archiv. Beim Vergleich von PlagAware und Turnitin hängt die Antwort aber immer von Thema und Sprache Ihrer Arbeit ab.
Finden PlagAware und Turnitin dasselbe Ergebnis?
Nicht unbedingt. Beide Systeme haben eigene Datenbanken und bewerten Treffer unterschiedlich, deshalb kann derselbe Text abweichende Berichte ergeben. Keine Software erkennt jede geschickte Paraphrase, weshalb Ihr eigenes Urteil beim Lesen des Berichts entscheidend bleibt.
Sollte ich vor der Abgabe selbst prüfen lassen?
Ja, eine eigene Prüfung deckt fehlende Belege auf, bevor die Hochschule Ihre Arbeit sieht. So können Sie in Ruhe nachbessern. Eine unabhängige Plagiatsprüfung ist bereits ab 2,90 Euro möglich und gibt Ihnen Sicherheit, unabhängig davon, welches System Ihre Hochschule nutzt.
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PlagAware und Turnitin startenIm direkten Vergleich fällt vor allem auf, dass beide Systeme dieselbe Passage finden und trotzdem verschiedene Werte nennen können. Der direkten Zahl sollte man deshalb misstrauen und stattdessen prüfen, ob dieselben Fundstellen in beiden Berichten auftauchen.